Änderung bei der Sirenenalarmierung in der Nacht

Grundsätzlich werden die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr über digitale Funkmeldeempfänger (die sogenannten „Pieper“) alarmiert. Diese Geräte tragen die Einsatzkräfte rund um die Uhr bei sich. Zusätzlich erfolgt seit einigen Jahren eine Benachrichtigung per Smartphone-App.

Vor allem tagsüber und im ländlichen Raum sind ehrenamtliche Feuerwehrkräfte oft auf Feldern oder in Gärten unterwegs. Wenn Pieper oder Smartphone dann nicht in Hörweite sind, kann ein Alarm leicht überhört werden. Daher ist eine zusätzliche Sirenenalarmierung tagsüber unerlässlich.

Warum Sirenen wieder wichtiger werden?

In den letzten Jahren rückt der Zivil- und Katastrophenschutz wieder stärker in den Fokus, weshalb auch neue Sirenen errichtet werden. Um deren Funktionsfähigkeit sicherzustellen, finden regelmäßige Überprüfungen statt:

  • Monatlich: Jeden 1. Samstag im Monat um 10:00 Uhr gibt es einen lokalen Probealarm im Landkreis Barnim.
  • Jährlich: Ein bundesweiter Testlauf findet am offiziellen Bundeswarntag statt.

Diese Tests dienen gleichzeitig dazu, die Bevölkerung zu sensibilisieren und die spezifischen Warnsignale ins Gedächtnis zu rufen.

Die Neuerung: „Stille Alarmierung“ zwischen 22:00 und 6:00 Uhr

Neben den reinen Warnsignalen für die Bevölkerung ist der „klassische“ Feueralarm bekannt, der die Einsatzkräfte zu jeder Tages- und Nachtzeit ruft. Hier gibt es jedoch seit einigen Wochen eine entscheidende Änderung:

Die Ortsfeuerwehren Britz und Liepe haben gemeinsam mit der Amtswehrführung beschlossen, dass in der Zeit von 22:00 bis 06:00 Uhr keine Sirenenalarmierung für Banal- oder Standardeinsätze mehr erfolgt. Die Alarmierung der Feuerwehrkräfte läuft in diesem Zeitraum ausschließlich „still“ über Pieper und Smartphone.

Warum diese Änderung?

Die Warnung der Bevölkerung ist vor allem nachts eine große Herausforderung. Fernseher und Radio sind ausgeschaltet, die Menschen schlafen und das Handy ist stummgeschaltet. Wenn in der Nacht eine echte Gefahr für die Bevölkerung besteht, ist die Sirene oft das einzige Mittel, um die Menschen schnell zu wecken.

Ein Sirenensignal in der Nacht wird von den Einwohnerinnen und Einwohnern jedoch nur dann als direkte Warnung wahrgenommen, wenn sie davon ausgehen können, dass es auch wirklich ihnen gilt. Durch den Verzicht auf den nächtlichen „Feueralarm“ zur reinen Kräftealarmierung ist klar: Wenn nachts die Sirene geht, liegt eine konkrete Warnung für die Bevölkerung vor.

Wichtiger Hinweis: Diese Anpassung dient nicht vordergründig der Nachtruhe der Anwohner. Die Sirene bleibt ein unverzichtbares Einsatzmittel. Sollte es die Lage erfordern, werden die Sirenen auch weiterhin zu jeder Zeit ausgelöst.

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