TLF16 W50 GMK a.D.

Ab 1984 begann die Serienfertigung der in Luckenwalde (VEB Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde) gefertigten Tanklöschfahrzeuge mit Ganzmetallkoffer (GMK) auf dem Fahrgestell des Typs W50 L/A aus Ludwigsfelde, mit allradgetriebenen Fahrgestell. Das Fahrzeug wurde mit der Doppelkabine in Ganzstahlbauweise für bis zu einer Besatzung von 1:5 vorgesehen (6 Mann).
Maschinistenraum

Diese Fahrzeuge wurden zusätzlich zur besseren Brandbekämpfung mit einem Wendestrahlrohr versehen, was sich bis zu 400 mm pneumatisch ausfahren lässt. Das Wendestrahlrohr wurde im Gegensatz zum Vorgängermodell zusätzlich mit einem Schwerschaumrohr ausgestattet. Das Absperrorgan und ein Bedienelement für das Wendestrahlrohr befindet sich direkt in der Mitte der Kabine unter dem Strahlrohr. Durch aufschraubbare Mundstücke für Sprühnebel, werden die Einsatzmöglichkeiten abgerundet. Für die Bessere Bedienung des Wendestrahlrohres wurde ein Klappbares Trittbrett in der Staffelkabine montiert, auf dem der Brandbekämpfer einen festen und höheren Stand hat. Die Wasser- oder Schaumabgabe über das Wendestrahlrohr ist auch während der Fahrt möglich. Ebenfalls sind in der Mannschaftskabine

* Kübelspritze,
* Handfeuerlöscher (CO2 und ABC- Pulver),
* Trage,
* Abschleppstange,
* Handscheinwerfer, sowie
* Pressluftatemgeräte und

diverse Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung verstaut. Die Atemschutzgeräte (PA) sind für den Angriffstrupp und Gruppenführer rückenseitig in der Mannschaftskabine, für ein zügiges Anlegen während der Einsatzfahrt, angebracht. Ein besonderes Merkmal ist auch die Selbstschutzanlage direkt unter der Stoßstange vorn, die speziell bei Flächenbränden eingesetzt werden kann. Als zusätzliche damalige Neuerung kann ein Leichtschaumgenerator (LSG 4/400 T) mittels eines Schwenkarmes an der Fahrzeugfront angebracht werden, der zum Beispiel für die Brandbekämpfung mit Schaum auf Flugplätzen, Industrieanlagen, Wald- und/oder Flächenbranden eingesetzt werden kann.

Der Aufbau wurde in Ganzmetallbauweise gefertigt, in dem sich die Feuerwehrtechnische Ausrüstung witterungsgeschützt befindet. Hier gibt es zahlreiche Neuerungen und Zusatzausrüstungen gegenüber dem Vorgängermodell. Hervorstechend sind die Aluminium Rollläden für eine leichtere Entnahme der Ausrüstung. Unter Anderen wurde die Schlauchhaspel durch den Schlauchtragekorb ersetzt. Sperrige Gerätschaften, wie zwei Steckleiterteile, gekuppelte Saugschläuche und das Standrohr (Feuerwehr), sind vom Heck aus leichter als beim Vorgängermodell zu entnehmen. In einem Kasten am Fahrzeugheck befindet sich eine Schnellangriffseinrichtung mit einem C-Schlauch und Strahlrohr. Ein Hydrantenauftaugerät (Gasbrenner) für den Wintereinsatz ist unter dem Aufbau in einem zylindrischen Behälter, direkt neben den Kraftstoffbehältern untergebracht. Neu war auch die zusätzliche Rundumleuchte am Heck des Aufbaus, die zur Verkehrssicherheit beitragen soll. Die festeingebaute zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe (FPH 22/8) im Fahrzeugheck besitzt eine Nennförderleistung von 2200 l/min bei einen Nennförderdruck von 8 bar. Netzwasser, Leicht-, Mittel- oder Schwerschaum wird über eine automatische Zumischvorrichtung erzeugt, die direkt an der Feuerlöschkreiselpumpe angeflanscht ist, was sowohl über das Wendestrahlrohr als auch über separate Schaumrohre ausgebracht werden kann. Der Wassertank beträgt nunmehr ein Nennvolumen von 2200 l und der Schaummitteltank 500 l.

Teilweise wurden ältere Aufbauten der Tanklöschfahrzeuge (erkennbar an den Türen am Aufbau) nachträglich durch den Ganzmetallkoffer ersetzt. Diese Fahrzeuge erkennt man am einzelnen Wendestrahlrohr ohne Schwerschaumrohr und mit Ganzmetallkoffer als Aufbau.

Ende der Achtziger Jahre folgte die Regelung für die weiß lackierte Bauchbinde mit der Feuerwehr Aufschrift in rot und die weiß lackierte Stoßstange vorn, die nach entsprechenden Vorschriften anzubringen waren. Gründe hierfür sind die bessere Unterscheidung im Straßenverkehr, die durch Kontrastierung wirkungsvoll ist, da die Feuerwehrfahrzeuge sehr schnell mit anderen roten Fahrzeugen im Verkehr verschmelzen und nicht wahrgenommen werden können.

Der W50 L/A erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und besitzt einen Vierzylinder- Viertakt- Dieselmotor mit 125 PS (91,9 kW) Leistung. Zur Brandbekämpfung, Gefahrenbeseitigung und/oder Technische Hilfeleistung kann das Tanklöschfahrzeug selbstständig oder zusammen mit anderen Feuerwehrfahrzeugen eingesetzt werden.

Quelle: wikipedia.de, http://de.wikipedia.org/wiki/Tankl%C3%B6schfahrzeuge_der_DDR


Technische Daten

Fahrzeugtyp: IFA W50 LA
Baujahr: 1976
Leistung: 92 kW (125 PS)
Hubraum: 6560 ccm
Höhe: 3,10 m
Länge: 7,09 m
Breite: 2,50 m
Antrieb: Front-, Heck-, Allradantrieb
Kraftstoff: Diesel
Rufname: Florian Barnim 9-20-1
Besatzung: Staffel 1:5
Wasservorrat: 2400 Liter
Zubehör: Kombinations- Schneit- & Spreizgerät, Heckpumpe, Wenderohr, PA (Pressluftatmer), Schnellangriff mit 1x C und Strahlrohr


**Diese Fahrzeug leistete bis zur Übergabe des Löschgruppenfahrzeuges LF 20/16 am 01.06.2012 seine Dienste bei der Freiwilligen Feuerwehr Britz.