LF8 TS8 a.D.

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 auf Robur LO 2002 A aus dem VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, löste den leistungsschwächeren Typ LO 1801 A ab. Das Prinzip einen LKW zu einen Löschfahrzeug umzurüsten hatte sich damals gut bewährt, da diese über gute Fahreigenschaften im Gelände, Watfähigkeit und Steigfähigkeit verfügten. Die Fahrerkabine ist in Ganzstahlbauweise gefertigt und bot den Fahrer (Maschinist) und Gruppenführer Platz. Vorn hinter der Kühlerverkleidung befindet sich eine festeingebaute, vom Fahrzeugmotor angetriebene Vorbaupumpe (FPV 8/8), die eine Nennförderleistung von 800 Liter/min bei einen Nennförderdruck von 8 bar erreicht.

Der Aufbau ist Palettenartig und in Gemischtbauweise (Stahl, Holz, Kunststoff) gefertigt, wo die Mannschaft (bis 8 Mann) und die umfangreiche feuerwehrtechnische Ausrüstung ihren Platz findet. Hervorstechend ist hier die lichtdurchlässige Plane als Neuerung zu den Vorgängermodellen. Eine seitlich eingeschobene Tragkraftspritze (TS 8) zur Wasserentnahme an schlecht erreichbaren Stellen oder als Verstärkerpumpe kann auch gegen ein Leichtschaumgenerator (LSG 4/400 T) variabel ausgewechselt werden. Diese Fahrzeuge auf LKW Basis können in zahlreichen Varianten zügig und unkompliziert umgerüstet werden, wie

* Mannschaftstransportwagen, (Mehr Sitzbänke)
* Gerätewagen, (Mit Kranausleger 1Mp)
* Schlauchwagen, (Mit Schlauchkasten-Einschub )
* Tanklöschfahrzeug, (Mit Tankblase 900 Liter)
* Lastkraftwagen.

Es besteht eine Telefonverbindung vom Mannschaftsraum zur Fahrerkabine, sperrige Geräte wie 4 Steckleiterteile, Klappleiter, Einreißhaken befinden sich unter der Plane über Kopfhöhe verstaut. Ein Notstromaggregat 0,5 kW für die Speisung der Arbeitsscheinwerfer rundet die Einsatzmöglichkeiten ab. 6 Stück A-Sauglängen befinden sich direkt unter dem Aufbau in einem separaten Kasten. Zusätzlich wird in der Regel ein Schlauchtransportanhänger (STA), der ausreichend Schlauchmaterial (600 Meter B-Schläuche in Buchten) für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken, auch während der Fahrt verlegen kann, mitgeführt.

Der Robur erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 85 km/h und besitzt einen Vierzylinder- Viertakt- Ottomotor, Luftgekühlt mit 75 PS (55,2 kW) Leistung. Zur Brandbekämpfung, Gefahrenbeseitigung und/oder Technische Hilfeleistung wird das Löschfahrzeug auch heute noch überwiegend in ländlichen Regionen, der neuen Bundesländer eingesetzt.


Technische Daten

Motor
* 4-Zylinder, 4-Takt-Otto, luftgekühlt
* Leistung: 55,2 kW (75 PS) bei n = 2800 1/min
* Drehmoment: 230 Nm bei n = 1900 1/min
* Hubraum: 3345 ccm;
* Kraftstoffnormalverbrauch: 24 l je 100 km VK-Normal
* Kraftstoffnormalverbrauch im Gelände: 22 bis 32 l je 100 km VK-Normal
* Höchstgeschwindigkeit: 85 km/h
* Dauergeschwindigkeit: 70 bis 80 km/h
* Steigvermögen: 37 %
* Steigvermögen, Geländegang: 82 %
* Reichweite: 350 km

Getriebe
* 5-Gang-Wechselgetriebe
* 1 Rückwärtsgang
* 2. bis 5. Gang synchronisiert
* Verteilergetriebe mit Geländegang und Allradantrieb

Fahrgestell
* Typ: LO 2002 A
* Radstand: 3025 mm

Massen, Lasten
* Zulässiges Gesamtgewicht: 5500 kg
* Vorhandene Gesamtmasse: 5250 kg
* Zulässige Anhängelast, ungebremst: 1500 kg
* Zulässige Anhängelast, auflaufgebremst: 2600 bis 3000 kg (je nach Typ)

Abmessungen
* Fahrzeuglänge: 5750 mm
* Fahrzeuglänge mit STA: 8950 mm
* Fahrzeugbreite: 2370 mm
* Fahrzeughöhe: 2840 mm

Laderaum
* Nutzbare Größe: 11 m3;
* Länge: 3300 mm
* Breite: 2100 mm
* Höhe: 1620 mm

Quelle: wikipedia.de, http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6schfahrzeuge_der_DDR#Typ:_LO_2002_A


**Diese Fahrzeug leistete bis zur Übergabe des Löschgruppenfahrzeuges LF 16 TS Kat. von der LG Clara Zetkin Siedlung am 19.09.2007 seine Dienste in der Freiwilligen Feuerwehr Britz.